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Ausgezeichnete (!) Typografen: Adrian Frutiger

Ausgezeichnete (!) Typografen:
Adrian Frutiger

In dieser Rubrik möchten wir in loser Folge «Ausgezeichnete (!) Typografen» vorstellen. Im Verlauf der Geschichte gibt es zahlreiche Biografien von Schrift-Gestaltern, oder «Ausgezeichneten (!) Typografen», deren Schaffen es wert ist, auch im 21. Jahrhundert immer wieder zur Kenntnis genommen zu werden. Sei es, um sich daran zu erfreuen. Oder sei es, um sich für den eigenen Umgang mit der Schrift Ideen und Anregungen zu holen. Denn es ist niemals verboten, seinen Horizont zu erweitern – auch im Umgang mit der Schrift, der Typografie – ob man beruflich damit zu tun hat oder ob man einfach nur mit dem Segen oder dem Fluch der auf alle einstürmenden Typografie als Leser im Alltag konfrontiert ist.

Heute wünschen wir Ihnen viel Vergnügen mit Aspekten aus dem spannenden Leben des

«Ausgezeichneten (!) Typografen» Adrian Frutiger.

Kurzbiographie

Autor Christoph Zürcher, (Version 20.09.2015):
Adrian Frutiger war ein Sohn des Berner Oberlandes, er stammte aus der wunderbaren Gegend bei Interlaken in der Schweiz. Interlaken bedeutet in der Übersetzung "zwischen den Seen", denn der Ort liegt zwischen dem Thuner- und dem Brienzersee.
Geboren wurde er am 24.5.1928 in Unterseen (einem Nachbarort von Interlaken). Gestorben 10.9.2015 Bremgarten bei Bern, ref., von Oberhofen am Thunersee. Sohn des Johann, Handwebermeisters.  Verheiratet 1955 mit Simone Huguette Bickel, Tochter des Georges Bickel (/de/articles/014718/2002-10-23/). 1944-48 Schulen und Schriftsetzerlehre in Interlaken; 1948-52 Kunstgewerbeschule Zürich. 1952-62 künstler. Leiter der Schriftgiesserei Deberny & Peignot in Paris, 1952-60 Lehrer an der Ecole Estienne und 1954-68 an der Ecole Nationale Supérieure des Arts Décoratifs. 1962 gründete F. mit André Gürtler und Bruno Pfäffli ein Designer-Atelier für Schriften in Arcueil bei Paris. Als bekanntester zeitgenöss. Schriftdesigner schuf er über 25 Schriften, u.a. Président, Phoebus, Frutiger (1976), die Grotesk-Schriftfamilie Univers und die Computerschrift OCR-B (seit 1973 Weltstandard). 1967 adaptierte er am National Institute of Design in Ahmedabad (Indien), wo er ab 1952 lehrte, die traditionelle ind. Devanagari-Schrift für Maschinensatz. Daneben entstanden Signete, Logotypen, Hausschriften und Beschriftungssysteme u. a für die Métro Paris, den Flughafen Charles de Gaulle und die schweiz. Post. 1963-81 war F. für die Gestaltung und Adaption von Schreibmaschinen- und Composerschriften der IBM verantwortlich. Ab 2003 wurden die schweiz. Orts- und Wegweisertafeln in der Astra-Frutiger-Schrift erstellt. F. war Träger mehrerer Auszeichnungen (1986 Gutenberg-Preis); Chevalier des Arts et des Lettres. 1980 Ehrenbürger von Interlaken.

Quelle: Christoph Zürcher: "Frutiger, Adrian", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 24.09.2015. Online: https://hls-dss.ch/de/aricles/042889/2015-09-24/, konsultiert am 22.12.2023.

Grosse Typografen: Adrian Frutiger

Am 11. Mai 2021 erschien im Blog von  ZEROSEVEN  ein spannender Bericht zu Ehren des grossen Schweizer Schriftgestalters Adrian Frutiger. Diese interessante Geschichte über Werk und Leben von Adrian Frutiger empfehlen wir den Userinnen und Usern von typoinfo.ch bestens zur Lektüre.

Mit einem Klick sind sie bei der spannenden Geschichte über 
den grossen Typografen

Copyright by ZEROSEVEN.

Interview mit Adrian Frutiger

Am 16.03.2008 wurde in einem Film von Sebastian Rohner ein Gespräch mit Adrian Frutiger, einem der wichtigsten Schriftgestalter des 20. Jahrhunderts, aufgenommen und veröffentlicht, in dem er mit authentischen Worten über sein Leben und sein Wirken spricht.

Klicken Sie das Bild unten an und hörn Sie, was der grosse Typograf zu sagen hat.


Copyright by Youtube.

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