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Im Paradies des Alphabets

Unter diesem Titel findet im Barocksaal der Stiftsbibliothek St. Gallen eine interessante Ausstellung über

"Die Entwicklung der lateinischen Schrift" 

statt.

Die Stiftsbibliothek St. Gallen präsentiert anhand ihrer einmaligen Handschriftensammlung die Geschichte der lateinischen Schrift von der Antike bis zur Renaissance.

Auf der Grundlage antiker Schriften entwickelte sich im Frühmittelalter eine grosse Vielfalt an regionalen Schriften. Unter Karl dem Grossen (gest. 814) fand eine Gegenbewegung statt, die zu einer Vereinheitlichung der Buchstabenformen führte. Vom 9. bis12. Jahrhundert war in weiten Teilen Europas die karolingische Minuskel gebräuchlich.
Im Spätmittelalter zerfiel diese Einheit. Für prächtige Bücher verwendete man aufwendig gestaltete, kalligraphische Schriften. Im Alltags- und Geschäftsleben stand ein hohes Schreibtempo im Vordergrund. Deshalb entwickelten sich kursive Schriften mit vielen Abkürzungen. Aus heutiger Sicht blieb die Leserlichkeit manchmal auf der Strecke.
Südlich der Alpen griffen die Humanisten im 14. und 15. Jahrhundert auf die karolingische Minuskel zurück und belebten diese neu. So schufen sie die Grundlage für die heute üblichen Druckschriften.

Die Details:
- Die Ausstellung dauert noch bis zum 12. März 2017.
- Öffnungszeiten: Montag bis Sonntag 10.00 bis 17.00 Uhr.

Für Interessierte ist St. Gallen sicher eine Reise wert!

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