Direkt zum Hauptbereich

Gutenbergpreis 2026 an Erik Spiekerman

 



           
 Gutenbergpreisträger Erik Spiekermann

Die internationale Fachwelt dürfte sich einig darüber sein, dass mit Erik Spiekermann - der in der Fachwelt der Typografen, Designer und Gestalter mit seinem Lebenswerk einen fulminanten und nachhaltig wirkenden fachlichen "Fussabdruck" hinterlässt - ein Profi mit dem Gutenbergpreis die Königswürde erhalten hat, der diese ehrlich und redlich verdient.

In der nachstehenden Mitteilung vom 24. Juni 2026 an die Medien berichten die Landeshauptstadt Mainz und die Gutenberg-Gesellschaft Mainz über die Verleihung des Gutenberg-Preises 2026 an Prof. Dr. h. c. Erik Spiekermann, die am 20. Juni 2026 im Kurfürstlichen Schloss zu Mainz über die Bühne ging.

Bruno Sidler von typoinfo.ch


Wir wünschen viel Lesevergnügen:

Mainz, 24. Juni 2026. Die Landeshauptstadt Mainz und die Internationale Gutenberg- Gesellschaft haben am 20. Juni 2026 den Gutenberg-Preis an den Typografen, Schriftgestalter und Unternehmer Prof. Dr. h. c. Erik Spiekermann verliehen. Die Preisverleihung fand im Forstersaal des Kurfürstlichen Schlosses im Rahmen des Mainzer Johannisfestes statt.

Mehr als 200 Gäste aus dem In- und Ausland kamen nach Mainz, um einen Gestalter zu ehren, dessen Schriften, Orientierungssysteme und Designkonzepte die visuelle Kultur der Gegenwart maßgeblich geprägt haben. Zu den Ehrengästen zählten Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Kultur, Politik, Medien und Design sowie zahlreiche Wegbegleiter des Preisträgers.

In seiner Begrüßung würdigte der Mainzer Oberbürgermeister und Präsident der Internationalen Gutenberg-Gesellschaft, Nino Haase, Erik Spiekermann als einen Gestalter, der Gutenbergs Erbe auf einzigartige Weise in die Gegenwart übersetze. Typografie sei weit mehr als die Gestaltung von Buchstaben – sie schaffe Orientierung, ermögliche Verständigung und präge die Art und Weise, wie Menschen Informationen wahrnehmen und nutzen.

Die Laudatio hielt die Verlegerin Karin Schmidt-Friderichs. In ihrer ebenso persönlichen wie pointierten Rede beschrieb sie Spiekermann als neugierigen Geist, unermüdlichen Macher und leidenschaftlichen Vermittler. Besonders eindrucksvoll formulierte sie: „Wenn Gutenberg den Lettern das Laufen beigebracht hat, dann lehrte Erik sie das Fliegen.“

Ein besonderes Zeichen setzte der Preisträger mit seinem Projekt „Hacking Gutenberg“. Alle Gäste erhielten einen typografischen „Ablasszettel“, der bis zum Johannistag 2027 Ablass von typografischen Sünden gewährt. Mit dieser augenzwinkernden Aktion machte Spiekermann zugleich auf sein Berliner Projekt p98a.berlin aufmerksam, das eine der bedeutendsten privaten Sammlungen historischer Druckmaschinen und Druckschriften in Deutschland bewahrt und klassische Drucktechniken mit digitalen Technologien verbindet. Der Gutenberg-Preisträger warb dabei um Unterstützerinnen und Unterstützer, die dazu beitragen möchten, diesen außergewöhnlichen Ort langfristig zu erhalten.

Im Rahmen der Veranstaltung stellte zudem Dr. Ulf Sölter, Direktor des Gutenberg- Museums Mainz, den Jubiläumsband „Die gefährlichste Erfindung der Welt“ vor, der anlässlich des 125- jährigen Bestehens des Gutenberg-Museums erschienen ist.

Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung von Prof. Sebastian Sternal (Hochschule für Musik Mainz). Zudem erhielten die Gäste eine exklusive Vorschau auf den Dokumentarfilm „ERIK“ des Filmemachers Stefan Nitzsche, der 2027 erscheinen wird.

Die Internationale Gutenberg-Gesellschaft dankt allen Mitwirkenden, der Vergabejury, den zahlreichen Helferinnen und Helfern sowie den Sponsoren der Veranstaltung, insbesondere MetaDesign und BauerTypes, für ihre Unterstützung.


Bildnachweis: Foto © Markus Kohz

Copyright by Internationale Gutenberggesellschaft, Mainz
















































































Kommentare